Reich werden mit Hochbildfotografie ein Mythos
Veröffentlicht am Juli 10th, 2010 von Ralf.Freywald in Hochbild, Hochbildfotografie, Immobilien Fotografie
Quelle Wikipedia
Reich werden mit Hochbild – Fotografie , es geht mir heute um Hochbild – Honorare , Bildrechte und Preisfindung beim Hochstativfotografieren . Das sind wieder die Fragen die ich bekomme wenn sich ein potentieller Hochbildinteressent bei uns meldet . Da diese Frage mehr als interessant bzw. exestentiell ist , möchte ich ausführlich darauf eingehen . Also beerdige ich jetzt das Märchen ICH WERDE REICH MIT HOCHBILDFOTOGRAFIE . Das sitzt oder ? Ich möchte wie ein netter Rattenfänger einer Sekte Gehirnwäsche mit euch machen – und alles was irgend jemand über : wie werde ich reich mit Hochbildfotografie gesagt und geschrieben hat bei euch AUSLÖSCHEN – ENDGÜLTIG ! Alles gelöscht ? Halt das hier muß noch weg : wenig inverstieren – viel verdienen , so auch erledigt . Ich bitte vorab um Entschuldigung , aber ich muß das machen weil diese netten Geschichten einfach UNSINN sind .
Die 8 Mythen der Hochbildfotografie :
( oder wie man es nicht macht )
1. Bildrechte noch einmal extra dem Kunden berechnen , dazu muß man einen NAMEN haben und selbst wenn ich als Hochbild Fotograf einen Namen habe wer soll das verstehen ? Seit dem Beginn der digitalen Fotografie die es ermöglicht das BILD selbst am PC oder MAC zu bearbeiten ist es mittlerweile üblich die Bildrechte dem Kunde “mitzuverschenken” . Sicherlich gibt es sie noch die Stars wie Anni Leibowitz mit Ihrem legendären John Lennon Bild , die meisten dieser Rechte besitzen aber mittlerweile Agenturen wie Getty usw. Das die (Hochbild) Fotografen sich da genauso schwer tun wie die Printleute könnt Ihr im Beitrag von Martin Weigert : über alte Hunde und neue Denkweisen nachlesen , obwohl Martin sehr hart mit den PRINTERN ins Gericht zieht ein doch lesenswerter Beitrag ( bitte sehr Martin ) .
2. Print , einem Kunden in der heutigen Zeit ( über 10 Jahre nach der Stunde 0 der digitalen Fotografie ) Print “andrehen zu wollen ist doch schon fast grob fahrlässig . Natürlich , Ihr kriegt Provision von den Papierherstellen , ach so . Ich will nicht den Print an sich schlecht machen , aber es wird doch immer weniger , wartet mal bis das IPAD ( ich bekommen keine Provision von Apple ) sich genug verbreitet hat da greift das 100 Affen Prinzip danach ist Print wie eine LP im IPOD Zeitalter. Es gibt ja in Sachen Print noch einen sehr schönen Artikel von Stefan Niggemeier – Ich hab noch Sand in den Schuhen aus Daten , einfach mal sacken lassen .
3 . unterschiedliche Hochbild Standorte erlauben den Rechnungsbetrag zu erhöhen .Welcher mit gesundem Menschenverstand ausgestatteter Kunde soll den das bezahlen ? Was kann der Kunde dafür das jemand so eine schwere Ausrüstung hat und noch Laptop oder Macbook mitschleppt ? Also wenn ich eine Location aufnehme , dann muß doch die Location als solches der Auftrag sein und wenn gewünscht inklusiv einer virtuellen Tour und den Innenaufnahmen . Niemand arangiert einen Hochbildfotografen zusätzlich zu Innenaufnahmen und virtuellen Rundgängen wenn er dafür schon einen Fotografen hat - NIEMAND !

Einsatzbesprechung bei 38°
4. Festgelegte Hochbild Preise im Vergleich mit dem Fluzeug / Heli – das ist blanker Unsinn . Hochbildfotografie ist die neue ”Brücke” zwischen Google Earth, Google Street View und der Immobilie , der Location oder des Events die aufgenommen werden sollen – neu ist Google City Tours (lest mal den Beitrag Urlaubsvorbereitung von Dirk ) , sicherlich kennt jeder Google oder ? Preise nach der Manie – gibt mir Deinen Preis ich unterbiete Ihn um 10 % – da kann ich nur sagen weiter so auf zur Geschäftaufgabe, ebenso Pauschalpreise ohne die Location zu kennen – Jürgen Karsch der ein begeisterter Hochzeitsfotograf ( und Hochbildfotograf) ist sagt immer : Ralf wie kann ich eine Hochzeit fotografieren ohne die Menschen und die Location zu kennen ? Stimmt Jürgen , auch ich war bevor ich gestern das 10 jährige Jubiläum der Volleyballsection des TSV Ötisheim ablichtete zur Vorbesprechung – ganz klar . Ich finde hierzu den Beitrag von Manuela Heim : den rationalen Käufer gibt es nicht - super interessant , da frage ich mich machmal selber – bist Du zu billig ?
5. Bildqualität mit Knipse aus dem Baumarkt – wer keine DSLR Kamera bei der Hochbildfotogafie benutzt kann heutzutage überhaupt keine Bilder im Weitwinkelformat erstellen da 90 % aller “Knipsen” erst ab einem Brennweitenbereich von 28 mm losgehen – kommt mir nicht mit einer Vorsatzlinse – bitte ! Das kann man aber erst verstehen wenn man den Vergleich auch selber gemacht hat , wer immer nur mit Knipse losgeht kann ja auch nicht wissen das es mit einer “richtigen” DSLR Kamera viel mehr Spass macht zu ( Hochbild) Fotografieren - also auf zum Kauf einer DSLR Kamera eine große Auswahl gibt es z.B. bei Amazon . Außerdem was soll denn der Kunde sagen der die gleiche Knipse für seinen Urlaub für 300 € erstanden hat – kann ich doch selbst oder ? Und Hand auf das Herz – seit dem ich selber mit Vollformat ( Canon EOS 5 D MK II ) fotografiere frage ich mich immer wieder – wieso hast Du nicht eher eine solche Kamera benutzt ?
6. Am Equipment sparen ist immer ein Problem , nicht umsonst sagt der Volksmund , wer billig kauft kauft zweimal . Trotzdem sollte man nicht zu teuer kaufen – auch das gibt es ( eine gute Hochbildausrüstung kostet schon mal schnell zwischen 3T€ – 10 T€ ) . Fazit – der gesunde Menschenverstand hilft . Beispiel : Wer die Ausrüstung unseres ”Kollegen” Hochbildsysteme (so heißt die Webseite mit de am Ende ) - der einen Teleskopmast von Wolfgang Frick (da kostet ein 15 Meter Schiebe Teleskopmast max. 500 € inkl. Stativ und Mwst. ) plus einen Schwenkneigekopf mit 220 V Stromversorgung für zusammen 2300 € anbietet – wer dort kauft ist meiner Meinung nach selber schuld . Was soll ich dann beim Kunden sagen wenn ich eine Powershotkamera in 10 Meter Höhe bringen will – hast Du mal Strom lieber Kunde ? Ach so , wenn möglich noch eine Kabeltrommel mit 30 Metern Kabel bitte . Also bitte unbedingt vorher vergleichen – einfach in die Googlesuche eingeben: Hochbildsysteme .
7 . Bilderklau beim Kollegen – glaubt Ihr nicht ? ich habe mehr als 50 Webseiten von Hochbildfotografen besucht – 50 % nutzen Beispielbilder vom Kollegen mit COPY and PASTE - glaubt Ihr nicht ? Wenn ich euch jetzt noch sage das man für “geklaute” eigene Bilder im Netz bei einem gerichtlichen Vergleich schon 350 € bekommt – sucht Ihr dann danach ? Weit verbreitet ist das auch bei Immobilienmaklern , einfach mal spaßenshalber bei einem Immobilienportal eurer Wahl ein Haus suchen , das kann sehr interssante Lektüre sein . Lest mal den Beitrag von Rechtanwalt Sören Seibert über Bildrechte. Wer es wissen möchte welche seiner Bilder so im Netz unterwegs sind kann das ganz einfach testen – ich verweise zu Dirk der den Artikel : wahre Bewunderer - so finden Sie heraus , wo Ihre Fotos im Internet verwendet werden geschrieben hat , dort findet Ihr den Tool.
8. Pauschale Konzepte sind das Papier ( oder Doc ) nicht wert auf dem Sie gedruckt sind . Ist aber so ! Bitte mal folgendes vor Augen halten : In einem Gebiet in dem ich ein Geschäft eröffne bin ich die Person die mit Menschen Kontakt hat und nicht das Konzept( natürlich ist ein vernüftigen Geschäftkonzept eine Grundlage, wenn es denn mit aktuellen Zahlen und Fakten der Heimatbasis bestückt ist) . Michael Franz ( Autor der Buches High Probability Selling ) nennt das Farmingstrategie . Für alle Leser die Michaels Franz Werk nicht kennen illustriere ich das einmal – 2 Hochbild Fotografen kommen an einen Ort mit sagen wir mal 10.000 Einwohnern – typische Kleinstadt , jeder kennt jeden . Der eine Fotograf geht zu den Vereinen macht Referenz( Hochbild) Fotos – kostenlos für den Verein in dem er natürlich Mitglied ist – stellt sich den Firmen vor , hat als Webseite typischerweise einen Blog um mit seinen Lesern / Kunden auch virtuell zu kommunizieren , arrrangiert sich in der Gemeinde , kurz ein Mensch von dem man gerne auch mal seine Hochzeit oder die Firma (Hochbild) fotografieren lassen möchte . Der andere fährt kreuz und quer durch die Stadt , fotografiert Hochbilder nach Plan Staße für Straße ( so steht es im Konzept ) – vor allem im Sommer wo alles so schön grün ist und weil im Winter ja niemand fotografiert werden möchte . Dann alles geprintet , Flyer gedruckt und von Tür zu Tür zu gehen und nach alter Vorwerkmanie – für 300 € das Bild anbieten ( kostet aus dem Flugzeug 600 € – Sie sparen 50 % ) , die Masse machts . Wer baut hier dauerhaft etwas auf und wer hinterlässt “verbrannte” Erde .
8. a Pauschale Konzepte in der Praxis , einen praktischen Versuch startete ganz aktuell ein Kandidat für das Bürgermeisteramt in Ötisheim um gegen den amtierenden und GOTT SEI DANK wiedergewählten Bügermeister Werner Henle aus persönlichen Gründen anzutreten . Ein völlig unbekannter wollte Bürgermeister in einem Ort werden wo Ihn erstens niemand kennt ( ich sage nur Vereine ) und zweitens sich Werner Henle den wirklich jeder Ötisheimer kennt , der sich einen Namen gemacht hat für Projekte wie z.B. den Kindergartenneubau und der mitverantwortlich ist das die Gemeinde Ötisheim seit über 8 Jahren eine der wenigen schuldenfreien Gemeiden in Deutschland ist . Den Ausgang brauche ich ja nicht erzählen oder ?
Ich persönlich kenne z.B. einige Hochbildfotografen die für eine Ausrüstung inkl. eines “einmaligen Konzeptes” ( einmaliger Verdienst für den Ersteller des “Konzeptes”
) sogar bis zu 20.000 € inkl. Hardware bezahlt haben und nachdem z.B. das Überbrückungsgeld wegfiel “krankheistbedingt” aufgegeben haben – da kostete das Equipment bei EBAY dann “nur” noch den realen Marktwert und der lag noch nicht einmal bei 20 % des Anschaffungspreises . Also auch hier gilt Augen auf beim Hochbildkauf – im Zweifel bei aller Konzepthaltigkeit die Suchmaschine benutzen und vergleichen – auch mal einen “Kollegen” anrufen und fragen ob es neben der Medallie auch Umsatz gebracht hat .
In diesem Sinne empfehle ich einen wirklich lesenswerten Beitrag von Dirk – der erstens nichts kostet und zweitens erklärt warum Menschen ab und zu irrational handeln : Sieben Tipps , wie Sie mit Ihren Fotos richtig viel Geld verdienen können - ein ”ernst” gemeinter Beitrag über die Fotografie der mich inspiriert hat meinen Beitrag umzubennen ( danke Dirk )
Nachtrag vom 13.07.2010 – habe etwas bei EBAY etwas gesucht -aber folgendes gefunden und das möchte ich euch nicht vorenthalten und zitiere einfach aber in der korrekten Schreibweise ( ist ja ein Zitat ) . Viele Grüße an den Kollegen
und an das Spezialitätenrestaurant aus Amerika

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Eine Hochbildanlage steht hier aber nicht zur Disposition!
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Ich weiß nicht, wie die Leute immer auf “reich” kommen. Reich an Erfahrung ja, Reich an Arbeit… aber damit reich werden, wird nur jemand der skrupellos über Leichen geht. Ich finde es gut, wenn man mit seiner Arbeit Erfolg hat und sein Auskommen hat, sodass Miete, Lebenshaltung und ein Urlaub im Jahr damit gedeckt werden und wenn man dann noch Spaß an der Arbeit hat, ist man m.E. “ein reicher Mensch”. Alles andere ist Neid und Missgunst.
Übrigens hab ich erst durch dich etwas von Hochfotografie gehört und finde es total spannend, da ich ja schon von Luft- und Satellitenbildern fasziniert bin.
VG Jana
Hallo Jana , danke für Deine Worte , natürlich hast Du recht das “reich” für jeden eine andere Bedeutung hat , ich wollte die Überschrift auch so nicht schreiben im ersten Entwurf , ich habe mich aber von Dirk ( Foto Reporter ) inspirieren lassen , finde das aber im Gegensatz zu den beschriebenen “Praktiken” OK. Im übrigen habe ich gestern sehr interessante Bilder bei 38 ° im Schatten machen dürfen , ich schreibe die Tage einen Artikel mit Bildern darüber – wenn Du möchstest sende ich Dir vorab ein “Luftbild” von den Mannschaften
. Wir sehen uns jetzt übrigens das Finale der WM – mit unseren Chinenischen Austauschschülern an ( das sind echte Fußballfans ) – Jack und Hu haben heute Live unserem Sohn beim Fußball zusehen dürfen – im Schwabenländle – Nicolas hat mit seiner Mannschaft leider verloren . LG Ralf